Enthaarung - Laserepilation

Unter Epilation versteht man eine endgültige Haarentfernung durch Zerstörung der Wachstumszone des Haares. In unserer Praxis benutzen wir dazu derzeit den Rolls Royce unter den Haarentfernungslasern, welcher zwei Lasersysteme in einem Gerät vereint, die sich in der Haarentfernung als hocheffektiv erwiesen haben: einen Alexandrit-Laser und einen frequenzgedoppelten Neodym-YAG-Laser.

Wirkungsweise

Bei der Laserepilation wird der Laserstrahl über das im Haar enthaltene Pigment (Melanin) in die Wachstumszone des Haares geleitet, welche dabei effektiv zerstört wird. Entscheidend für den Therapieerfolg ist eine große Eindringtiefe und eine sehr hohe Energiedichte des Laserstrahls in der Haarwurzel.

Anwendungsgebiete

Prinzipiell können alle Haare an allen Körperstellen behandelt werden. Am häufigsten wünschen Frauen die Entfernung störender Haare im Gesicht, vor allem im Bereich der Oberlippe und der Wangen (Damenbart). Aber auch die Behandlung der Bikiniregion, der Achselbehaarung, der Beine oder anderer Areale ist möglich. Obwohl zuviel Haarwuchs eher von Frauen als störend empfunden wird, gibt es auch bei Männern sinnvolle Einsatzgebiete. So können z.B. Haare im Halsbereich, die nach der Rasur immer wieder einwachsen und dadurch unangenehme und schmerzhafte Entzündungen auslösen, oder eine übermäßige Behaarung am Rücken effektiv entfernt werden.

Je größer der farbliche Kontrast zwischen (möglichst dunklem) Haar und (möglichst heller) Haut ist, umso effektiver ist die Behandlung. Je dunkler dagegen die Haut beziehungsweise je heller das Haar ist, umso schwieriger wird eine effektive Epilation mit dem Alexandrit-Laser. Weiße Haare können aufgrund der mangelnden Weiterleitung der Laserenergie in die Haarwurzel nicht entfernt werden. Dagegen ist mit Hilfe unseres Neodym-YAG-Lasers eine Behandlung bei gebräunter oder sehr dunkler Haut möglich. Die Behandlung mit dem Neodym-YAG-Laser ist aber etwas schmerzhafter als mit dem Alexandrit-Laser.

Vorbehandlung

Die Lichtenergie kann nur wirken, wenn sich das Haar in der Haut befindet. Daher sollte das Haar 4-6 Wochen vor der Behandlung weder mit Wachs epiliert noch ausgezupft, sondern nur rasiert werden, zuletzt am besten 1-2 Tage vor der Behandlung. Darüber hinaus sollten Sie für mindestens zwei Wochen vor der Behandlung Sonne und Solarium meiden. Dunkle Haut absorbiert nämlich einen großen Teil der zur Verfügung stehenden Laserenergie, sodass mehr Leistung aufgewendet werden muß, um genügend Energie in die Wurzel zu befördern. Andererseits wird die Haut selbst mehr in Mitleidenschaft gezogen, sodass es vermehrt zu Rötungen und Schwellungen kommt und die Gefahr von Pigmentstörungen (s.u.) größer ist.

Behandlung

Die unerwünschten Haare werden vor der Behandlung ggf. noch einmal rasiert, und die Augen während der gesamten Therapie mit einer Spezialbrille geschützt. Mit dem Laserhandstück wird schrittweise über das zu behandelnde Areal gefahren. Die Lichtenergie wird in einzelnen Impulsen auf die behaarte Haut gebracht, während die Hautoberfläche gleichzeitig durch ein speziell entwickeltes Kühlsystem gekühlt wird, um die während des Laserimpulses auftretenden Schmerzen zu lindern. Jeder Impuls deckt ein kreisförmiges Areal von bis zu 1,5cm Durchmesser ab. Alle Haare in diesem Bereich werden von der Energie erfasst. Die Behandlungsdauer richtet sich daher nach der Größe der zu behandelnden Fläche. Für die einmalige Behandlung der Gesichts- oder Achselhaare oder der Bikinizone sind ungefähr zehn Minuten nötig, für die Beine oder den Rücken etwa eine Stunde.

Nachbehandlung

Nach der Lasertherapie sind keine besonderen Maßnahmen nötig. Sie können am selben Tag wieder arbeiten und alle Aktivitäten wieder aufnehmen. Die Haut kann normal gereinigt und gepflegt werden.

Behandlungsergebnis

Die Haare wachsen noch etwa 7-14 Tage, fallen dann aber aus, und die behandelten Stellen erscheinen für einige Wochen "haarlos". Da jedoch nur Haare, die sich in der aktiven Wachstumsphase befinden (je nach Körperregion zwischen 20 und 40%), dauerhaft geschädigt werden, weil der Haarschaft nur während dieser Phase in die Wachstumszone des Haares reicht, wächst 4-6 Wochen nach jeder Sitzung ein Teil der Haare wieder nach. Zu diesem Zeitpunkt sollte dann die nächste Sitzung erfolgen. Nach der ersten Behandlung kommt es in Einzelfällen aufgrund einer Synchronisation des Haarwachstums vorübergehend zu einer stärkeren Behaarung. Dies beruht darauf, dass Haare durch die Laserbehandlung aus der Ruhephase in die Wachstumphase gebracht werden. Dennoch wird die zweite Behandlung umso erfolgreicher sein, da sich jetzt mehr Haare in der Wachstumsphase befinden. Je nach Körperregion muss die Behandlung zwischen 3 und 8 mal in einem 4-8wöchigen Rhythmus wiederholt werden. Zum Schluss einer erfolgreichen Therapie verbleiben noch 10-15% Haare. Diese sind sehr dünne, weiche und kaum sichtbare Flaumhaare, die sich aber ggf. im Laufe der Zeit in dickere Terminalhaare umwandeln. Um das gute Ergebnis zu erhalten, sollte die Behandlung daher anschließend etwa einmal pro Jahr wiederholt werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Trotz der hervorragenden schmerzbetäubenden Wirkung des speziell entwickelten Kühlsystems ist die Laserbehandlung nicht schmerzlos. In sehr empfindlichen Arealen empfiehlt sich daher evtl. eine Stunde vor der Behandlung das Auftragen einer schmerzbetäubenden Creme (z.B. Emla-Creme). Jeder Impuls wird als leichtes Zwicken empfunden. Kurz nach der Behandlung kommt es zu einer vorübergehenden leichten Rötung und Schwellung, vor allem um die Haaröffnungen herum, die nach einigen Minuten oder wenigen Stunden von selbst abklingen. In sehr seltenen Fällen, v.a. bei der Behandlung von sehr dunkler oder zu stark gebräunter Haut kann eine oberflächliche Verbrennung zu einer leichten Krustenbildung führen, die im Einzelfall mit einer vorübergehenden Hypo- oder Hyperpigmentierung (fehlende oder zu starke Hautfärbung) einhergeht. Grundsätzlich ist das Laserlicht nach allem, was bisher darüber bekannt ist, bei sachgemäßer Anwendung vollständig unschädlich für Menschen, denn es ist eben nur gebündeltes energiereiches Licht.

Gegenanzeigen

Bei schwangeren Frauen, Diabetikern, Personen mit Bluterkrankheit, Hautkrebs, Pigmentstörungen sowie bei der Einnahme von lichtempfindlich machenden Medikamenten, z.B. Johanniskraut, bestimmten Antibiotika (Doxycyclin) und Psychopharmaka (Phenothiazin) sollte die Laserepilation nicht durchgeführt werden.